Wir sind so frei (Kinostart: 5.9.2024)

Die Langzeitbeobachtung dokumentiert die staatliche Repression nach dem G20-Gipfels in Hamburg („Rondenbarg-Prozess“) und begleitet neue politische Bewegungen der letzten Jahre wie Rider-Gewerkschaften (Gorilla Riders‘ Collective, Flink Workers Collective), Arbeitskämpfe bei Amazon (ver.di) und politische Kämpfe von Migrant*innen (NiNa Women in Action, Women in Exile)

Wir sind so frei

Dokumentarfilm; D 2024; Regie: Christian Lehmann-Feddersen & Alf Schreiber; Produktion: No Doubt Media (Hamburg); 97 min.; FSK 12; Sprache: Deutsch, teilw. Englisch, Französisch, Arabisch OmdU; Bildseitenverhältnis: 16:9; Tonmischung: 5.1; Starttermin: 05.09.2024
Spielorte (A-Z):
★Berlin, Kino in der Brotfabrik (29.04.2026, mit anschließendem Filmgespräch mit Regisseur Christian Lehmann-Feddersen)
★Hamburg, Lichtmess Kino (27.05.2026, mit Filmgespräch)
★Kiel, KulturForum (15.04.2026, im Rahmen der Reihe FilmFörde)

Die Langzeitbeobachtung dokumentiert die staatliche Repression nach dem G20-Gipfels in Hamburg („Rondenbarg-Prozess“) und begleitet neue politische Bewegungen der letzten Jahre wie Rider-Gewerkschaften (Gorilla Riders‘ Collective, Flink Workers Collective), Arbeitskämpfe bei Amazon (ver.di) und politische Kämpfe von Migrant*innen (NiNa Women in Action, Women in Exile)

In seinem vielschichtigen Panorama zeigt WIR SIND SO FREI auch das große Potential für die Überwindung kapitalistischer Zumutungen, nämlich durch politische Organisierung, um so gemeinsam in unterschiedlicher Weise gegen Armut, Lohnraub, Sozialabbau, Aufrüstung und die Folgen von Kriegswirtschaft anzukämpfen.

Der Film ist entstanden mit freundlicher Unterstützung von Rote Hilfe Bundesvorstand, Café Libertad Kollektiv, Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt, attac Hamburg, SoliFonds Die Linke Hamburg und
mpz Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V.

In memoriam Rolf Becker (der in „Wir sind so frei“ mehrfach zu Wort kommt): Nachruf „Der Fährmann“ von Susann Witt-Stahl

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„Ein Destillat der wichtigsten antikapitalistischen Demonstrationen der vergangenen Jahre.“

Lukas Hoffmann, Kino-Zeit

„In einer Zeit der gleichermaßen hysterischen wie intellektuell unterbelichteten Migranten-Hatz, in der das Grundrecht auf Asyl einmal mehr zur Disposition steht, statt dass über die Unterbesetzung von Ausländerbehörden nachgedacht würde, wirkt „Wir sind so frei“ wie eine Flaschenpost aus einer Realität, in der konventionelle Medien aus der Zeit gefallen erscheinen. Doch der Film belegt nachdrücklich, dass all diese Kämpfe stattfinden und allemal wert sind, dokumentiert zu werden. Nicht als Antwort, sondern als Pool von Erfahrungen, die eventuell irgendwann zur Selbstermächtigung taugen.“

Ulrich Kriest, Filmdienst

„WIR SIND SO FREI zeigt Erfahrungen mit einem Staat, der sich abgrenzt, der Mauern und Zäune hochzieht und das Leben für die Menschen unter Umständen nicht ungefährlich macht.“

David Maiwald, jungeWelt

„Es ist ein Verdienst des Films, die langfristigen Folgen der Repression beim G20-Gipfel in leicht verständlicher Form zu thematisieren und die oft marginalisierten Kämpfe von migrantisierten Arbeiter*innen und von Geflüchteten sichtbar zu machen.“

Rote Hilfe Zeitung

„Der G20-Gipfel 2017 in Hamburg hat ordentlich Spuren hinterlassen. Es gab schwere Auseinandersetzungen zwischen den globalisierungskritischen Demonstrant*innen und Ordnungskräften; manche haben heute noch mit den juristischen und gesundheitlichen Folgen zu kämpfen. Die Regisseure des Films „Wir sind so frei“ berichten über die Ereignisse damals, den kürzlich veröffentlichten Evaluationsbericht, an dem Dutzende Wissenschaftler*innen gearbeitet haben, und lassen damalige Akteur*innen aller Couleur zu Wor kommen. Breiten Raum nehmen Berichte von Aktiven der Gewerkschaftsjugend ein, die damals an den Demonstrationen teilnahmen.“

SOLI:MAG

„Der klassische Kampagnenfilm!“

Jürgen Kiontke, Links bewegt

„Die antikapitalistische Dokumentation beleuchtet Grundrechtseinschränkungen und Polizeigewalt u. a. während der G20-Proteste in Hamburg, kritisiert, dass die Beschäftigten bei Unternehmen wie Gorillas, Amazon oder Flink kein Streikrecht haben und porträtiert Selbsthilfeprojekte für geflüchtete Frauen.“

TV Today

„Vor allem beleuchten die beiden Filmemacher die selbstorganisierten gewerkschaftlichen Kämpfe von überwiegend rassifizierten Menschen: Ausführlich dokumentieren sie Redebeiträge bei Kundgebungen und Streiks gegen die katastrophalen Arbeitsbedingungen bei Amazon oder bei den Essenslieferdiensten.“

Rote Hilfe Zeitung