Im Mittelmeer kreuzen sich die Wege von Menschen, die auf eine neue Zukunft hoffen, und den Seenotretter:innen der „Ocean Viking“. Sechs Wochen lang begleitet Regisseur und Fotograf Jean-Baptiste Bonnet ihre bewegende Reise.

SAVE OUR SOULS
Dokumentarfilm, F 2024, R: Jean-Baptiste Bonnet, 91 min., FSK 12, vorwiegend Englisch mit dt. & engl. UT; Previews ab Weltflüchtlingstag 20.6.2025; Regulärer Kinostart: 09.10.2025.
Spielorte (A-Z): |
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| ★Bremen, CineStar Kristall-Palast (12.03.2026-13.03.2026, SchulKinoWochen) |
Sonderveranstaltungen (z.B. im Rahmen der Interkulturellen Wochen) und Schulvorführungen sind ab sofort jederzeit möglich!
Im Mittelmeer kreuzen sich die Wege von Menschen, die auf eine neue Zukunft hoffen, und den Seenotretter:innen der „Ocean Viking“. Sechs Wochen lang begleitet Regisseur und Fotograf Jean-Baptiste Bonnet ihre bewegende Reise. Mit eindringlichen Bildern zeigt er die geduldige Wachsamkeit der Crew, die Anspannung bei jeder Rettung und die Momente der Hoffnung, wenn das Schiff endlich einen europäischen Hafen erreicht. Doch es sind vor allem die Stimmen der Geretteten, die berühren – ihre Geschichten von Flucht, Verlust und Sehnsucht nach Sicherheit. Bonnets Kamera fängt diesen besonderen Ort zwischen Gefahr und Hoffnung in ruhigen, eindrucksvollen Bildern ein – ein zeitloser Raum vor den Toren Europas.
In Kooperation mit SOS Méditerranée Deutschland und SOS Méditerranée Schweiz
Seit 2016 wurden fast 40.000 Menschen von der Ocean Viking, dem von SOS Méditerranée gecharterten Rettungsschiff, in Sicherheit gebracht.
„Berührend: die Stimmen der Geretteten, ihre Geschichten von Flucht und Verlust.“
Filmtipp, 3Sat Kulturzeit
„Der Filmemacher und Fotograf Jean-Baptiste Bonnet verbrachte sechs Wochen an Bord der „Ocean Viking“, um diesen Prozess der Rettung zu dokumentieren. Er reflektiert beinahe jede Facette dieser schwierigen Arbeit. Mit seiner beobachtenden Kamera begleitet er die gesamte Reise und schafft eine der ehrlichsten und eindringlichsten filmischen Dokumentationen einer der zentralen humanitären Krisen unserer Zeit.“
Vision Kino Filmtipp
„Bonnets Film findet in den Bildern dieser temporären Gemeinschaft unübersehbar zu sich selbst. Seine Dokumentation der Arbeit der „Ocean Viking“ war zuvor schon eindrucksvoll, aber in den Bildern der Interaktion der Menschen an Bord zeigt sich eine berührende Empathie. „Save Our Souls“ macht mit Nachdruck sichtbar, wie wichtig der Einsatz von Organisationen wie der SOS Méditerranée, die die „Ocean Viking“ betreibt, ist.“
Fabian Tiedke, taz
„Der am Direct Cinema und Cinéma Vérité geschulte Modus, der auch in Save Our Souls Anwendung findet, ist die richtige Wahl. Dadurch ist der Film ganz bei den Menschen, und wir im Kinosaal sind mittendrin, bis wir beinahe selbst Teil der Rettungsmission werden. Der Verzicht auf einordnende Erklärungen und einen Kommentar ermöglicht es zudem, sich selbst ein Bild zu machen und ein Urteil zu fällen. So unterschiedlich dieses auch ausfallen mag, Bonnets Film dürfte manche vorgefertigte Meinung, wenn schon nicht ändern, so zumindest erschüttern.“
Falk Straub, Kino-Zeit
„Seile werden eingeholt, Bildschirme überprüft. Menschen stehen an der Reling, während die Ocean Viking aufs offene Meer hinausfährt. Auf dem von der NGO SOS Méditeranée betriebenen Schiff wurden seit 2016 fast 40.000 Menschen gerettet. Wir kennen die Schlagzeilen. Im Film sehen wir die Routinen des Alltags – beobachtend und diskret. Jean-Baptiste Bonnet verbrachte mehrere Wochen mit den ca. 30 Crewmitgliedern an Bord und wurde Teil dieses Mikrokosmos. Man lernt Vokabeln, man sucht mit dem Fernglas das Meer ab. Momente wie das Treffen auf die libysche Küstenwache, die in die Luft schießt, verdeutlichen den Ernst der Situation. Als 92 Menschen gerettet werden, entwickeln sich intensive menschliche Beziehungen. Viele wollen reden und haben erstmals die Gelegenheit, ihre teils sehr schlimmen Erlebnisse zu berichten. Zeit und Raum der Begegnungen sind begrenzt, tiefgehend sind sie dennoch. „Das Boot ist der erste Ort, an dem Menschen, die versuchen, das Mittelmeer zu überqueren, auf Europa treffen“, so Bonnet. Sobald das Schiff in einem Hafen anlegt, endet die gemeinsame Zeit und die Geretteten werden in eine unsicherere Zukunft mit weiteren Hürden entlassen.“
Sita Scherer, Kasseler Dokfest 2024
„Zutiefst humanistische Doku in eindrucksvollen Bildern“
Thorsten Hanisch, die zukunft
„Dokumentiert die zivile Seenotrettung mit großer Zurückhaltung und formaler Strenge. Der Verzicht auf Kommentierung und Dramaturgie schafft Klarheit, lässt aber auch Distanz entstehen. Ein sachlicher Film, der bewusst auf Einordnung verzichtet – und damit ebenso überzeugt wie herausfordert.“
Markus Solty, filmrezensionen.de
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