Ohne Chefs – Demokratie bei der Arbeit (ab 6.11.2025)

»Ohne Chefs« soll Bock auf ein anderes, gemeinschaftlicheres Wirtschaften machen und funktionierende Beispiele aufzeigen.

Ohne Chefs – Demokratie bei der Arbeit

Dokumentarfilm, D 2025, R: Mario Burbach, FSK 0, 52 min., dt. OV
Spielorte (A-Z):
★Berlin, Aquarium (19.03.2026, anschließend Filmgespräch mit Mario Burbach (Filmemacher) zusammen mit der Gustav Landauer Initiative)
★Berlin, Kino in der Brotfabrik (28.03.2026)
★Berlin, Aquarium (22.04.2026, anschließend Filmgespräch mit Mario Burbach (Filmemacher) und Lothar Galow-Bergemann, in Kooperation mit der Naturfreundejugend Berlin)
★Cottbus, Jugendclub Chekov (19.03.2026, in Kooperation mit FAU Cottbus)
★Kirchzarten, Gemeinschaftsraum von einzweidreisam (20.03.2026)

»Ohne Chefs« soll Bock auf ein anderes, gemeinschaftlicheres Wirtschaften machen und funktionierende Beispiele aufzeigen.

Eine Arbeit ohne Chef? »In dieser Wirtschaftslage?!« – Für viele Menschen klingt das wie pure Utopie. Doch mitten im Herzen unseres auf Profitmaximierung und Hierarchie aufgebauten Marktsystems existiert bereits heute eine andere Realität, die auf Solidarität und ethischen Grundsätzen basiert: Kollektivbetriebe, die täglich für ein besseres »Richtiges im Falschen« kämpfen.

»Ohne Chefs« begleitet Menschen, die einen scheinbar unmöglichen Beweis antreten: Ja, ein Unternehmen kann ohne Chefs funktionieren. Sie zeigen, dass ein radikal anderer Weg möglich ist, bei dem Demokratie nicht an der Chef-Etage endet.
In sogenannten Kollektivbetrieben, Kooperativen und selbstverwalteten Unternehmen entdecken wir eine Alternative zur »Mini-Diktatur« traditioneller Betriebe. Wir treffen auf ganz normale Menschen, die ihr Arbeitsleben selbst in die Hand nehmen – keine verstrahlten Utopisten oder Revoluzzer, sondern Praktiker:innen einer modernen, nachhaltigen Wirtschaftsform.
Der Film zeigt den täglichen Kampf dieser Betriebe, die wie Inseln in einem Meer des Kapitalismus existieren. Hier sind Solidarität, gemeinschaftliches Wirtschaften und gegenseitige Hilfe eine wichtige Selbstverständlichkeit. Wir erleben Menschen, die ihr Leben der Vision einer besseren Zukunft widmen und sich gemeinsam gegen Ausbeutung und Dehumanisierung in der Arbeitswelt stellen.

Statt zu jammern, dass »keiner mehr arbeiten will«, zeigt der Film »Ohne Chefs«, dass Kollektivbetriebe der Schlüssel für die Zukunft unserer Arbeit und Wirtschaft sein können. Eine Alternative, die mehr ist als ein waghalsiges Experiment.
Geschichten, die Mut machen, alte Wege zu verlassen und zusammen neue Wege zu gehen – nicht als Theorie, sondern als gelebte Praxis.

„Burbach setzt auf rasche und komprimierte Information: Sein gut
komponierter Film dauert gerade mal 52 Minuten, spricht dabei aber
viele Aspekte der Selbstverwaltung an.“

Jürgen Kiontke, Mitbestimmung – Das Magazin der Hans-Böckler-Stiftung 5/2025

„Die authentischen Stimmen der Kollektivistas sind nahbar und machen Lust, sich mit den Alternativen zu einer hierarchischen und kapitalistischen Lohnarbeit zu beschäftigen.“

Contraste – Zeitung für Selbstorganisation

„Sympathische Motivationshilfe für bestehende oder angehende Kollektive.“

Markus Solty, film-rezensionen.de

„Dabei wird klar: So ein Arbeiten ohne Chefs bedeutet nicht, sich vor Arbeit zu drücken. Denn wo alle am Betrieb beteiligt sind, herrscht nicht nur umfassendes Mitbestimmungsrecht, sondern auch umfassende Eigenverantwortlichkeit. Einen Wermutstropfen hat diese glänzende Utopie dennoch: dass Friedrich Merz, Jens Spahn und Co. diesen Film vermutlich nie sehen werden.“

Katharina Walser, Missy Magazine

„Hierarchiefrei, selbstbestimmt und ohne Wachstumsdruck arbeiten? Ja, das ist möglich – in Kollektivbetrieben, wie die kurze Doku „Ohne Chefs – Demokratie bei der Arbeit“ ausführt, ohne sich mit möglicher Gegenrede aufzuhalten.“

Dobrila Kontić, Kino-Zeit

„Der Enthusiasmus, mit dem die Beteiligten vom Gelingen ihrer Projekte und überregionalen oder internationalen Vernetzungen berichten, belegt zumindest, dass es einigen bereits gelungen ist, ihren Arbeitsalltag sinnvoller zu gestalten und mit einer Haltung zu leben, zu der man politisch und ethisch stehen kann. Trotz aller Vorurteile, Hindernisse und Widerstände.“

Ulrich Kriest, Filmdienst

„Sie heißen „Pingo Quichote Kaffee Kollektiv“, „Zickzack“ oder „Schicksaal“; Wer dort arbeitet, ist bei der Antifa und nennt sich Katze oder Kolle. Mario Burbach stellt in seinem Film „Ohne Chefs“ Kollektivbetriebe und genossenschaftlich organisierte Firmen vor, die eine andere Betriebskultur praktizieren wollen, als es normalerweise auf dem Arbeitsmarkt üblich ist – am besten mit fairer Preisgestaltung und guten Arbeitsbedingungen.“

Links bewegt

„Ist ohne Chef zu arbeiten ­vielleicht nur mühsam, weil man nicht auf ­einen Vorgesetzten böse sein kann? Denn Hindernis für Qualität ist die alternative ­Organisationsform offenbar keines, wie die Beispiele zeigen.“

Sonja Bettel, Falstaff Profi