Seine Mutter beschuldigt den Kommunismus, sein Onkel macht einen Erbstreit verantwortlich, der Rest verfällt in Schweigen: Dieu Hao Do erforscht die Zersplitterung seiner Familie, die 1975 wie 1,5 Millionen andere Vietnamesen ihre Heimat verlassen musste und seitdem nicht mehr miteinander spricht.
„Eine postmigrantische Perspektive auf den Vietnamkrieg.“ (Tagesspiegel)
D 2023, Regie: Dieu Hao Do; 93 Minuten, Originalfassung auf Deutsch und Kantonesisch + deutschen Untertiteln
Spielorte (A-Z):
★Berlin, Offenes Wohnzimmer (Moabit) (13.03.2026, in Kooperation mit Machbarschaft e.V.)
Seine Mutter beschuldigt den Kommunismus, sein Onkel macht einen Erbstreit verantwortlich, der Rest verfällt in Schweigen: Dieu Hao Do erforscht die Zersplitterung seiner Familie, die 1975 wie 1,5 Millionen andere Vietnamesen ihre Heimat verlassen musste und seitdem nicht mehr miteinander spricht. Seine Reise führt den Regisseur über drei Kontinente, immer entlang der Frage: Wie haben sich Traumata durch Verfolgung und Gewalt in die Körper und Seelen der Überlebenden und die ihrer Kinder eingeschrieben?
„In meinem Film geht es um Historie und Familiengeschichte zugleich. Seit ich mich mit dem kollektiven Trauma meiner Familie beschäftige, wird mir klar, wie sehr es an einer Kultur der geschichtlichen Aufarbeitung zwischen der ersten und zweiten Generation fehlt. Das Schamgefühl nach der Flucht und die schmerzhaften Erfahrungen im Exil sind groß. Gleichzeitig zeigt dieser Film aber auch, dass Krisen das verstärken, was bereits da war.“
Regiestatement Dieu Hao Do
„Ein Film, der einen gleichzeitig melancholisch und fröhlich macht.“
Süddeutsche Zeitung
„Eine postmigrantische Perspektive auf den Vietnamkrieg.“
Tagesspiegel
„Eine bewegende Dokumentation, die zugleich sinnbildlich für das Traumata vieler Vertriebener stehen kann.“
eine Produktion von HANFGARN & UFER gefördert durch das Grenzgänger-Programm der Robert Bosch Stiftung und das Literarische Colloquium Berlin in Koproduktion mit ZDF – Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF gefördert durch Medienboard Berlin Brandenburg und nordmedia
Dieu Hao Do (Buch und Regie), geboren 1986 in Stadthagen, ist ein deutscher Autor, Filme-macher und Filmaktivist. Seine Filme erforschen neue Perspektiven auf Geschichtserinne-rungen des amerikanischen Krieges in Vietnam. Dieu Hao Do engagiert sich als Mentor und für #VielfaltImFilm. Er ist Berlinale Talent und aktives Mitglied der gemeinnützigen Initiative „Berlin Asian Film Network“ (BAFNET), die sich seit 2012 für differenzierte Repräsentationen asiatisch deutscher Lebensrealitäten in Film und Fernsehen engagiert. Gemeinsam mit dem Kleinen Fernsehspiel realisierte er bereits 2018 zwei Folgen der Webserie „Just Push Abuba“. „Hao Are You“ ist sein Abschlussfilmprojekt.
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