Der sonderbare dritte und letzte Langfilm von Animationslegende René Laloux kommt in Kooperation mit Camera Obscura Filmdistribution ab 19.9. in ausgewählte Kinos.

Gandahar
Frankreich 1987; R: René Laloux; FSK: 12; Sprachfassungen: Frz. OmdU; Laufzeit: 84 min.; WA 19.9.2024
Spielorte (A-Z): |
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| ★Berlin, Z-inema (31.03.2026, in der Reihe "Strange Fiction") |
Lange herrschten Frieden und Harmonie im hoch technologisierten Gandahar. Die perfekte Utopie. Doch die Idylle gerät in Gefahr, als eine bösartige Macht auf den Plan tritt und umherziehende Wesen die Bewohner in Steine verwandelt. Der Rat der Frauen hat Sylvain auserkoren, den Invasoren entgegenzutreten. Hilfe erhalten er und seine Begleiterin Airelle auf ihrer Mission von den ebenso bedrohten Transformierten, die das Ergebnis eines missglückten Genexperiments sind. Bald schon wird klar, dass hinter allem der Metamorph steckt, ein riesiges Gehirn, das ebenso ein ungewünschtes Resultat der Gandahar’schen Forschung ist. Eintausend Jahre später tritt Sylvain ihm zum Endkampf entgegen.
GANDAHAR, der sonderbare dritte und letzte Langfilm von Animationslegende René Laloux, der in dieser Edition seine deutsche Erstveröffentlichung erfährt, wird im Ausland wie seine beiden Vorgängerfilme DER WILDE PLANET und HERRSCHER DER ZEIT bereits seit Jahrzehnten kultisch verehrt. Auch GANDAHAR ist politisch und setzt Denkanstöße, doch vor allem ist er noch skurriler, schriller, schräger. Und in die vom legendären Comiczeichner Caza erschaffenen Welten mengen sich diesmal auch Sexualität und Gewalt… Ein Must-See für jeden (volljährigen) Fan des surrealen Sci-Fi-Zeichentricks.
„René Laloux zählt zu den außergewöhnlichsten Künstlern des Animationsfilm-Kinos. Dass der Franzose alleine schon deshalb einen Platz im Genre-Olymp verdient hat, steht außer Frage. In unsere Liste der besten Animationsfilme aller Zeiten (auf Platz 19) schaffte es aber nicht irgendeine seiner Arbeiten, sondern „Gandahar“. Sein bis heute wohl mit großem Abstand faszinierendstes Werk – das inhaltlich an „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ erinnern mag, als Sci-Fi-Märchen letztlich aber nicht den militaristischen, sondern spirituell-mystischen Weg geht. Und so bis heute einzigartig ist.“
Daniel Fabian, Filmstarts.de
„GANDAHAR fächert etwas auf, was im Science-Fiction-Kino der letzten Jahrzehnte selten geworden ist: Eine ganz andere Welt von Übermorgen. Keine nur weitergedachte, sondern eine futuristische Welt, die verschieden ist von der unseren, wie ein wilder Mix aus Métal-Hurlant-Kosmen (das Design stammt von Comiczeichner Caza), durchzogen vom Geiste Salvador Dalis, fremdartig, voller bizarrer Kreaturen wie Spiegelvögel und detailfreudig gestalteter, surrealer Schauplätze. Und es macht ausgesprochen viel Spaß mit Protagonist Syl durch die grandios gezeichneten Szenarien zu ziehen, das die Technik antik ist, sollte da schnell keine Rolle mehr spielen, die Macht der Fantasie ist im Endeffekt das Ausschlaggebende, man muss sich ihr nur ergeben.“
Thorsten Hanisch, diezukunft.de
„Was Animationsfilme im Allgemeinen betrifft und im Besonderen diejenigen, die es ins Kino schaffen, dominiert nach wie vor der Kinderkram. Die Wiederaufführung eines Films wie René Laloux‘ „Gandahar“ führt das schmerzlich vor Augen.“
Falk Straub, spielfilm.de





